Besuch der Grünen Woche

Klassenausflug zur Grünen Woche in der Messe Süd

 

Unsere Klasse hat einen Ausflug zur Grünen Woche gemacht. Wir sind gemeinsam als Klasse mit S- und U-Bahn dort hingefahren. Wir sind zweimal umgestiegen. Danach sind wir bis zum Eingang Ostflügel gelaufen. Als wir in die Halle wo die Messe stattfindet reinkamen, da wussten wir nicht, wo es zu der Gartenausstellung geht. Dann endlich haben wir es gefunden und dann sind wir hochgegangen mit unserer Lehrerin. Die Hälfte der Klasse konnte noch nicht zu uns hochkommen, weil sie von den Wachleuten aufgehalten wurden. Ein Mitschüler hatte etwas im Rucksack, was einen Alarm ausgelöst hatte.

Wir haben auch an einem Workshop teilgenommen, beim dem wir Kräuter erkennen riechen und dann noch probieren konnten. Da waren verschiedene Gewürzdosen auf dem Tisch, an denen mussten wir schnuppern und zu der passenden Kräuterschale dazu sortieren sowie die passenden Bilder dafür suchen. Die Kräuter waren Minze und Zitronenmelisse, Fenchel, Salbei, Kamille, Brennnessel, Malve und Gänseblümchen. Danach durften wir uns alle, von den Kräutern, die uns zur Verfügung gestellt wurden, eine Teetüte selber befüllen. Bis auf die Gänseblümchen habe ich alle Kräuter gewählt.

Wir duften auch noch selbst gepressten Apfelsaft probieren, der neben unserem Stand stand. Bevor wir zurück in die Schule gegangen sind, durften wir uns noch eine halbe Stunde selber in Dreier-Teams auf dem Messegelände die andere Stände anschauen und rumlaufen. Meine Gruppe kam an einem Probierstand vorbei und konnte die Soßen kosten, die dort in den Schalen drin waren. Danach kamen wir an der Tierausstellung vorbei: da gab es Pferde, Katzen, Hunde, Kühe und Stiere, einen Bullen, Schweine, Ziegen und Schafe. Leider war die Zeit vorbei und wir mussten wieder zurück in die Schule fahren mit U-Bahn und S-Bahn. Besonders hat mir an dem Ausflug gefallen, dass ich mit einem Katzenzüchter sprechen durfte.

Von Charlotte Gatz, BQL GaLa

 

 

Der Besuch bei der Grüne Woche mit meiner Klasse am 23.01.2019

Eine Anreise mit Hindernissen

 

Mein Name ist Antonio Militaru, ich bin 19 Jahre alt und besuche die Biesalski-Schule (Förderzentrum motorisch körperliche Entwicklung) in Berlin Zehlendorf. Ich nehme immer dienstags an der Onlineschülerzeitungs-AG in der Biesalski-Schule teil und habe diesen Artikel mit meiner speziellen Augensteuerung geschrieben. Wegen meiner Spastik sitze ich in einem E-Rolli, den ich mit Kinnsteuerung fahre. Die Automatik kann ausgeschaltet werden und dann kann jemand anderes den Rollstuhl schieben. So ein E-Rolli wiegt 250 Kilogramm. Daher ist es für mich eine besondere Herausforderung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Eine Gelegenheit dazu hatte ich am 23.01.2019. Da haben wir mit meiner Schule einen Ausflug zu Grünen Woche gemacht:

 

Es war bitter kalt, weil ein sehr kalter Wind durch die Stadt fegte. Das Thermometer zeigte -5 Grad Celsius. Um 10.30 Uhr war Treffpunkt am Haupteingang an den Messehallen. Meine Mitschüler durften von zu Hause dorthin kommen. Ich kam morgens mit dem Fahrdienst in die Schule. Mit meinem Betreuer Herrn Schilf  ging ich dann um 9.30 Uhr los, eine Stunde sollte reichen um zur verabredeten Zeit dort zu sein.

 

Am U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim benutzen wir den erst kürzlich eingebauten Fahrstuhl, um auf den Bahnsteig zu gelangen. Die Fahrt ging dann mit der U-3 zum Bahnhof Heidelberger Platz. Dort wollten wir den Fahrstuhl zur oberirdisch fahrenden Ringbahn benutzen. Doch leider war dieser defekt. Was nun? Wie sollten wir jetzt zur Grünen Woche kommen? Ach so, Bismarckplatz geht ja auch zum Umsteigen. Also benutzten wir in die nächste U-Bahn (U-3), stiegen Fehrbelliner Platz aus und von dort aus fuhren wir mit der U-7 bis zum Bismarckplatz. Bei jedem Ein- und Austeigen, musste der U-Bahn-Fahrer extra die Rampe für mich holen. Am Bismarckplatz ausgestiegen suchten wir den Fahrstuhl, und fanden ihn nicht. Dann sahen wir, dass der Fahrstuhl wegen Bauarbeiten verkleidet und nicht zugänglich war. Mist, das darf wohl nicht wahr sein!!!!

 

Deswegen fuhren wir mit der nächsten Bahn bis Jungfernheide. Aber auch hier war der Fahrstuhl wegen Sanierungsarbeiten außer Betrieb. Von diesem Bahnsteig konnte nicht auf der Gegenseite zurückgefahren werden, weil die andere Seite des Bahnteiges nicht zugänglich war. Um zurückzufahren hätte man einen Bahnsteig höher gemusst. Aber das war ohne Fahrstuhl nicht möglich. Also schon wieder neu Überlegen…! Ein Umweg über Spandau ist noch eine Möglichkeit. Daher fuhren wir mit der U-7 weiter bis zum Bahnhof Spandau und nahmen die S-Bahn zum S-Bahnhof Messe Nord.

Damit war die Odyssee aber noch nicht beendet. An der Kreuzung Neue Kantstr./ Messedamm gab es keinen Fußgängerübergang. Der befand sich erst am ZOB (Zentralen Omnibusbahnhof).

 

So kamen wir mit zweistündiger Verspätung an und hatten aber trotzdem noch einen schönen Tag.

 

Danke Berlin und danke BVG für diese vielen kaputten Aufzüge und das  alles bei -5 Grad.

 

Und ich finde dieser Artikel soll auch richtig veröffentlicht wird, also z.B. im Tagesspiegel oder in der Berliner Zeitung oder auch in anderen Zeitungen.

 

Antonio Militaru, Biesalski-Schule