Interview mit dem ehemaligen Konfliktlotsen Jan

Ein Interview mit dem ehemaligen Konfliktlotsen, Jan aus der 8d.

Durchgeführt von Selin aus der 8-9a:

Biesi Aktuell: Wie bist du darauf gekommen Konfliktlotse zu werden?

Jan: die Konfliktlotsen haben sich bei uns in der Klasse vorgestellt und haben gefragt, wer ein Konfliktlotse werden möchte. Da dachte ich mir, warum nicht? Kann interessant sein.

Nachdem du dich entschieden hast, hat es dir Spaß gemacht?

Ja, die Ausbildung war super – man musste zwar den ganzen Berg von Hausaufgaben machen, die sich gesammelt haben. Die Konfliktlotsen-Ausbildung dauert fünf Tage, wo man im Unterricht fehlt, da sammelt sich was.

Mir hat es aber trotzdem gefallen. Wir haben ganz viel Praktisches gemacht, wir haben viele Konfliktsituationen geübt und besprochen. Das war sehr interessant.

Und ich habe das erste Mal jemandem aus der Quentin-Blake-Schule persönlich kennengelernt. Vorher wusste ich nicht, dass die alle deutsch sprechen.

Was sind die Aufgaben einen Konfliktlotsen?

Man hat seine Dienste – zwei Mal in der Woche. Man holt sich die gelben Westen aus dem Konfliktlotsen-Bauwagen. Meistens haben zwei Leute zusammen Dienst. Es können aber vier oder fünf sein. Beim Streit es ist wichtig, dass jeder Streitende seine Begleitung hat.

Wie oft kommt zu den Streiten?

Eigentlich selten. Kinder sind oft laut und brüllen sich an aber zu den ernsten Streiten kommt es eher selten.

Konntest Du durch den Posten des Konfliktlotsen neue Erfahrung sammeln?

Ja, das konnte ich. Ich habe gelernt, dass man erst die streitenden Personen beruhigen soll. Sonst ist die Konfliktlösung gar nicht möglich.

Außerdem hat mir eine Übung bei der Ausbildung sehr gefallen: wir haben in die Mitte einen Rucksack gestellt und den beobachtet. Interessanterweise hat jeder aus dem Stuhlkreis den Rucksack anders gesehen und beschrieben. So ist es auch mit Streit – jeder sieht es anders.

Was wünschst Du den neuen Konfliktlots*innen?

Viel Spaß im Dienst und, dass die sich nicht zu sehr stressen lassen.

Vielen Dank für das Interview.

Gern!

14.01.25