Kunst und Geschichte: Unser Besuch bei Emilio Vedova im Kunsthaus Dahlem

Im Rahmen des Kunstunterrichts besuchten die Klasse 9/10a kürzlich das Kunsthaus Dahlem, um die Werke des Italieners Emilio Vedova (1919–2006) zu besichtigen.

Dynamik auf der Leinwand und im Raum

Vedovas Werke beeindrucken durch ihre enorme Energie. Statt konkreter Motive sahen wir großformatige Bilder mit kraftvollen Pinselstrichen. Diese Werke heißen „Plurimi“ – bemalte Holzobjekte, die frei im Raum stehen.

Ein Ort mit Vergangenheit

Das Gebäude selbst ist sehr spannend. Die Räume sind bis zu neun Meter hoch, da sie ursprünglich für die Arbeit an gigantischen Skulpturen konzipiert wurden. Das Kunsthaus Dahlem wurde zwischen 1939 und 1942 für Arno Breker gebaut, den bekanntesten Bildhauer der NS-Zeit. Seit 2015 zeigt das Museum hier Kunst der Nachkriegsmoderne.

Der Workshop: Gemeinsam zur Abstraktion

In einem Workshop erkundeten wir das Museum zunächst spielerisch: Wir bekamen Puzzleteile mit Fotodetails aus dem Museum und mussten die dazugehörigen Werke und Orte in den großen Hallen wiederfinden. Das schärfte unseren Blick.

Der Höhepunkt war die praktische Arbeit. Inspiriert von Vedovas Stil arbeiteten wir als ganze Klasse gemeinsam an einem riesigen Werk aus großformatigen Pappen. Zu lauter Musik malten wir „wild“ und intuitiv. Es ging nicht um Perfektion, sondern um den Ausdruck im Moment. Dass wir alle gleichzeitig an einer Fläche arbeiteten, war eine besondere Erfahrung – am Ende entstand ein komplexes Gemeinschaftswerk, das die Energie unserer Gruppe widerspiegelte.